Techno Classica feiert Premiere in Dortmund

Der neue TECHNO CLASSICA SALON zeigte sich kompakter als die früheren Ausgaben in Essen, bot aber weiterhin eine große Mischung aus Oldtimern, Youngtimern und Sammlerfahrzeugen.
Dortmund. (reg) – Mit dem Umzug von Essen nach Dortmund hat für die Techno Classica ein neues Kapitel begonnen. Erstmals fand die traditionsreiche Klassiker-Messe unter dem Namen TECHNO CLASSICA SALON in der Messe Dortmund statt. Der Veranstalter setzte dabei bewusst auf ein kompakteres, exklusiveres Salon-Format. Genau dieser Unterschied war auch vor Ort deutlich spürbar.
CarPoint24.de war bereits am Donnerstagmorgen pünktlich zur Öffnung um 9 Uhr vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Besucherandrang noch in Grenzen, sodass sich die Hallen vergleichsweise entspannt erkunden ließen. Auch an einem Verkaufsstand wurde gegenüber CarPoint24.de der Eindruck geäußert, dass zunächst noch eher wenig Betrieb herrsche. Gleichzeitig rechnete man dort damit, dass sich dies mit dem Wochenende deutlich ändern könnte.
Im offiziellen Abschlussbericht spricht der Veranstalter später von großem Publikumsandrang und einer insgesamt positiven Bilanz. Eine konkrete Besucherzahl wird allerdings nicht genannt.
Deutlich kompakter als die frühere Techno Classica in Essen

Die Dortmunder Messe fiel kleiner als die frühere Techno Classica in Essen aus. Laut Veranstalter standen rund 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Gleichzeitig wurde das neue Format selbst ausdrücklich als kompakterer Salon positioniert.
Trotz der geringeren Dimensionen gab es in den sechs Messehallen viel zu sehen. Mehr als 2.700 Sammlerobjekte und über 100 internationale Marken-Clubs waren laut Veranstalter vertreten.
Auffällig viele Youngtimer
Besonders auffällig war vor Ort die hohe Zahl an Youngtimern. Neben klassischen Oldtimern standen zahlreiche Fahrzeuge aus den 1980er-, 1990er- und frühen 2000er-Jahren in den Hallen. Damit wurde deutlich, wie stark sich die Szene inzwischen auch für jüngere Klassiker geöffnet hat.
Dieser Eindruck passte zum neuen Future-Classics-Schwerpunkt der Messe. Mit dem Future Classics Award wurde erstmals ein Publikumspreis für künftige Klassiker vergeben. Gewonnen hat ein Boldmen CR4.
Großer Markt für Kaufinteressenten

Auch der Fahrzeughandel spielte weiterhin eine große Rolle. In den Hallen und Verkaufsbereichen standen zahlreiche Gebrauchtfahrzeuge zum Verkauf – vom klassischen Oldtimer über Youngtimer bis hin zu hochpreisigen Sammlerfahrzeugen.
Nach Angaben des Veranstalters bestätigten Händler rund 150 Verkäufe von Klassikern aus unterschiedlichen Preiskategorien. Gleichzeitig sei das mittlere Preissegment von qualitätsbewussten Käufern geprägt gewesen.
Damit blieb die Techno Classica auch in Dortmund nicht nur Ausstellung, sondern weiterhin Handelsplatz.
Vom Vorkriegsklassiker bis zum Supersportwagen
Die Bandbreite der ausgestellten Fahrzeuge war groß. Neben historischen Fahrzeugen und klassischen Sportwagen waren auch moderne Supersportwagen, Sonderkarosserien und seltene Einzelstücke vertreten.
Zu den offiziellen Highlights zählten unter anderem ein weißer Ferrari Lusso, der als „Best of Show“ ausgezeichnet wurde, sowie zahlreiche Sonderausstellungen und seltene Exponate.
Auch der neue Car Walk gehörte zum Konzept. Dabei wurden ausgewählte Fahrzeuge nicht nur statisch ausgestellt, sondern fahrend und auf einer Bühne präsentiert.
Clubs bleiben wichtiger Bestandteil der Messe

Ein wesentlicher Teil der Veranstaltung blieb die Clubszene. Zahlreiche Marken-Clubs und Interessengemeinschaften waren in Dortmund vertreten und sorgten neben Händlern, Restauratoren und Dienstleistern für einen großen Teil des Messecharakters.
Der Veranstalter hebt in seinem Abschlussbericht ausdrücklich hervor, dass die vielen Clubs ein emotionales Herzstück der Veranstaltung bildeten.
Dortmund als neuer Standort etabliert
Unterm Strich zeigte die Premiere ein anderes Bild als die frühere Techno Classica in Essen. Die Messe war kompakter, wirkte stellenweise ruhiger und setzte stärker auf ein kuratiertes Salon-Konzept.
Gleichzeitig blieb die Vielfalt groß. Besonders die Mischung aus klassischen Oldtimern, überraschend vielen Youngtimern, Motorsportfahrzeugen und einem großen Gebrauchtwagenangebot machte den Reiz der Dortmunder Premiere aus.
Wie gut das neue Format langfristig angenommen wird, werden die kommenden Jahre zeigen. Fest steht bereits: Der TECHNO CLASSICA SALON soll vom 23. bis 26. September 2027 erneut in Dortmund stattfinden. Nach Angaben des Veranstalters liegen dafür bereits Zusagen vor, auch von Ausstellern, die 2026 noch pausiert hatten.















