Auto-Klimaanlage im Sommer: Warum regelmäßige Wartung für saubere Luft sorgt

Regelmäßige Wartung und ein rechtzeitiger Filterwechsel helfen dabei, unangenehme Gerüche sowie Bakterien- und Schimmelbildung in der Fahrzeugklimaanlage zu vermeiden. (Foto: René Gunst)

Mit den sommerlichen Temperaturen läuft die Klimaanlage im Auto vielerorts auf Hochtouren. Doch ohne regelmäßige Wartung können sich Bakterien, Pilze und unangenehme Gerüche im Belüftungssystem bilden. Mit wenigen Maßnahmen lässt sich die Luftqualität im Fahrzeug dauerhaft verbessern und die Klimaanlage zuverlässig in Schuss halten.

Wuppertal. (reg) – Mit den steigenden Temperaturen läuft die Klimaanlage im Auto vielerorts auf Hochtouren. Sie sorgt für angenehme Temperaturen im Fahrzeuginnenraum und erhöht den Fahrkomfort – doch ohne regelmäßige Wartung kann sie auch zur Quelle unangenehmer Gerüche sowie von Bakterien und Schimmelpilzen werden. Experten empfehlen deshalb, die Klimaanlage nicht erst bei Problemen überprüfen zu lassen.

Der Grund liegt im Aufbau der Anlage. Während des Betriebs entsteht am Verdampfer Kondenswasser. Bleibt dort dauerhaft Feuchtigkeit zurück, können sich Mikroorganismen ansiedeln und vermehren. Gelangen diese anschließend über die Lüftung in den Innenraum, kann dies insbesondere für Allergiker oder empfindliche Personen unangenehm werden.

„Viele Autofahrer unterschätzen die gesundheitliche Belastung. Ein verschmutzter Verdampfer kann allergische Reaktionen, Reizhusten oder tränende Augen auslösen“, erklärt Christopher Lang, Kfz-Experte bei ATU. Ein muffiger Geruch aus den Lüftungsdüsen sei häufig bereits ein Hinweis darauf, dass sich Bakterien oder Pilze in der Klimaanlage ausgebreitet haben.

Innenraumfilter regelmäßig wechseln

Eine wichtige Rolle spielt der Innenraum- beziehungsweise Pollenfilter. Er hält Schmutzpartikel, Pollen und je nach Ausführung auch Schadstoffe aus der angesaugten Luft zurück. Ist der Filter verschmutzt oder zugesetzt, verschlechtert sich die Luftqualität im Fahrzeug deutlich.

Viele Hersteller und Werkstätten empfehlen deshalb, den Innenraumfilter mindestens einmal jährlich oder nach rund 15.000 Kilometern zu ersetzen. Aktivkohlefilter bieten dabei zusätzlichen Schutz, da sie auch Gerüche und bestimmte Schadstoffe aus der Außenluft reduzieren.

Desinfektion beseitigt Keime

Neben dem Filterwechsel kann eine professionelle Desinfektion der Klimaanlage sinnvoll sein. Dabei werden spezielle Reinigungsmittel eingesetzt, die Bakterien und Pilze am Verdampfer beseitigen und unangenehme Gerüche nachhaltig reduzieren. Im Zuge einer solchen Reinigung sollte auch der Innenraumfilter erneuert werden.

Mit einfachem Trick Schimmel vorbeugen

Auch Autofahrer selbst können dazu beitragen, die Klimaanlage hygienisch zu halten. Empfehlenswert ist es, den Klimakompressor einige Minuten vor Fahrtende auszuschalten, das Gebläse jedoch weiterlaufen zu lassen. Dadurch kann die Feuchtigkeit am Verdampfer besser abtrocknen, wodurch Schimmelbildung erschwert wird.

Darüber hinaus sollte die Klimaanlage nicht nur im Sommer, sondern auch in den kälteren Monaten regelmäßig genutzt werden. Das hält Dichtungen geschmeidig und unterstützt die Funktion des Systems.

Wann ist ein Klima-Check sinnvoll?

Folgende Anzeichen können auf Wartungsbedarf hinweisen:

  • Muffiger oder modriger Geruch beim Einschalten der Lüftung
  • Nachlassende Kühlleistung
  • Schnell beschlagende Fahrzeugscheiben
  • Innenraumfilter älter als ein Jahr

Treten diese Symptome auf, empfiehlt sich eine Überprüfung der Klimaanlage in einer Fachwerkstatt. Bei einer Klimawartung werden unter anderem die Dichtheit der Anlage kontrolliert, das Kältemittel überprüft beziehungsweise ergänzt sowie die Funktion des Systems getestet. So bleibt die Klimaanlage nicht nur leistungsfähig, sondern sorgt auch während der heißen Sommermonate für saubere Luft im Fahrzeuginneren.