Dunlop-Porsche gewinnt Eifel-Trophy nach dramatischem Fotofinish

Nico Menzel und Sven Müller haben den sechsten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie für sich entschieden. Nach mehr als vier Stunden trennten den Porsche 911 GT3 R und den zweitplatzierten BMW M4 GT3 EVO lediglich 0,319 Sekunden.
Nürburg. (red) – Enger kann ein Langstreckenrennen kaum enden: Bei der 1. ADAC Eifel-Trophy überquerten Nico Menzel und Sven Müller im Porsche 911 GT3 R nach 27 Runden als Erste die Ziellinie. Ihre Gesamtzeit betrug 4:09:46,280 Stunden. Nur 0,319 Sekunden später folgten Jens Klingmann und Robin Frijns im BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport.
Für den neuen Dunlop-Porsche war es der erste Gesamtsieg in der ADAC Ravenol Nürburgring Langstrecken-Serie. Menzel feierte damit seinen fünften NLS-Erfolg, für Müller war es bereits der siebte Gesamtsieg. Den dritten Platz sicherten sich Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO von 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON. Das Trio gewann zugleich die Pro-Am-Wertung.
Aston Martin startet von der Pole-Position

Im Zeittraining hatte zunächst Walkenhorst Motorsport das Tempo bestimmt. Christian Krognes fuhr im Aston Martin Vantage GT3 EVO mit einer Rundenzeit von 7:54,452 Minuten auf die Pole-Position. Gemeinsam mit Mateo Villagomez behauptete er zu Beginn des Rennens die Führung.
Während der ersten Boxenstopp-Phase verlor der Aston Martin jedoch den Anschluss an die Spitze. In der letzten Runde musste das Team außerdem den Mercedes-AMG GT3 von PROsport racing passieren lassen. Adam Christodoulou, Jake Hill und Kyle Tilley beendeten das Rennen damit auf Rang vier, während für Krognes und Villagomez Platz fünf blieb.
Früher Boxenstopp bringt Porsche und BMW nach vorn
Eine entscheidende Rolle spielte die Strategie im ersten Renndrittel. Während viele der führenden Fahrzeuge bis zur siebten Runde auf der Strecke blieben, kamen sowohl der Dunlop-Porsche als auch der Schubert-BMW bereits nach sechs Umläufen zum Boxenstopp.
Der vorgezogene Stopp zahlte sich aus. Menzel übernahm in der zwölften Runde die Führung und setzte sich gemeinsam mit dem BMW von der Konkurrenz ab. Fortan entwickelte sich ein enger Zweikampf um den Gesamtsieg.
Auch der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports lag lange auf Podiumskurs. Klaus Bachler und Tim Heinemann mussten das Fahrzeug jedoch nach einem Reifenschaden hinten links in der 21. Runde abstellen. Dadurch rückte der Black-Falcon-Porsche auf den dritten Platz vor.
Code-60-Phase sorgt für Spannung bis zur Ziellinie
In den Schlussrunden verkürzte Klingmann den Rückstand auf den führenden Porsche deutlich. Dichtes Verkehrsaufkommen und eine späte Code-60-Phase brachten den BMW noch einmal unmittelbar an Sven Müller heran.
Müller behielt im Verkehr die Nerven und rettete einen hauchdünnen Vorsprung bis ins Ziel. Nach mehr als 657 Rennkilometern betrug der Abstand weniger als eine halbe Sekunde. Beide Fahrzeuge absolvierten die 27 Runden nahezu zeitgleich.
Hinter den beiden Spitzenfahrzeugen erreichte der Drittplatzierte Porsche von Black Falcon das Ziel mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand. Insgesamt wurden 79 der 109 gestarteten Fahrzeuge gewertet.
Raphael Rennhofer wird Fahrer des Rennens

Eine starke Vorstellung zeigte auch Raphael Rennhofer in der Cup-2-Klasse der Porsche Endurance Trophy Nürburgring. Gemeinsam mit Ryan Harrison und Leon Wassertheurer fuhr er im Porsche 911 GT3 Cup von LIQUI MOLY by BLACK FALCON auf den zweiten Klassenrang.
Für seine Leistung wurde Rennhofer von der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring, der Rennleitung und den Streckensprechern zum „Fahrer des Rennens“ gewählt. Der Sieg in der Cup-2-Klasse ging an Nico Bastian und Martin Rump im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner Motorsport.
Ebenfalls Fotofinish im BMW-Cup

Auch im BMW M240i Racing Cup fiel die Entscheidung erst auf den letzten Metern. Sven Markert, Edoardo Bugane, Tim Lukas Müller aus Remscheid und Yannick Fübrich gewannen für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels.
Nach 23 Runden lag ihr Vorsprung auf Aiden Mulready, Joshua Hislop und James Breakell lediglich bei 1,028 Sekunden. Mit dem Klassensieg übernahmen Bugane, Fübrich und Markert zugleich die alleinige Führung in der Meisterschaft.
Ihre bisherigen punktgleichen Konkurrenten Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach mussten den Porsche 718 Cayman GT4 CS nach einem Unfall im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz vorzeitig abstellen.
Fahrer aus Wuppertal im Starterfeld
Auch mehrere Teilnehmer aus Wuppertal waren bei der Eifel-Trophy am Start. Stephan Epp erreichte gemeinsam mit Jérôme Larbi, Stefan Müller und David Ackermann im Porsche Cayman GTS den 51. Gesamtrang.
Mathias Baar wurde im BMW M2 Racing gemeinsam mit Sofia Necchi und Daniel Alger auf Platz 67 gewertet. Lars Füting schied mit seinem Cupra Leon nach 20 Runden vorzeitig aus.
Der nächste Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 1. August statt. Beim KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht das längste Rennen der regulären Saison auf dem Programm. Durch die um 50 Prozent verlängerte Renndauer werden auch mehr Meisterschaftspunkte vergeben.







