Porsche-Auslieferungen sinken deutlich – 911 bleibt stark

Porsche hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit 122.306 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 16 %
Stuttgart. (red) – Während mehrere Modellreihen deutlich verloren, entwickelte sich der 911 gegen den allgemeinen Trend ausgesprochen positiv.
Als Gründe für die rückläufigen Auslieferungen nennt Porsche unter anderem das Produktionsende der bisherigen 718-Modelle mit Verbrennungsmotor, den starken Vergleichszeitraum des elektrischen Macan sowie ausgelaufene Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge in den USA.
Besonders deutlich fiel der Rückgang in China aus. Dort wurden von Januar bis Juni 14.501 Fahrzeuge ausgeliefert, 32 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland sank die Zahl der Auslieferungen um sechs Prozent auf 14.938 Fahrzeuge. Nordamerika blieb mit 37.712 Fahrzeugen trotz eines Rückgangs von 13 % der wichtigste Absatzmarkt des Sportwagenherstellers.
911 legt um 19 Prozent zu
Die stärkste Entwicklung zeigte die Modellreihe 911. Porsche übergab im ersten Halbjahr 30.534 Fahrzeuge an Kunden. Das entspricht einem Zuwachs von 19 %. Nach Angaben des Unternehmens sorgten neben der hohen Nachfrage auch die im Vorjahr gestaffelt eingeführten Modellvarianten für den Anstieg.
Meistverkaufte Modellreihe blieb der Cayenne mit 38.141 ausgelieferten Fahrzeugen. Das waren neun Prozent weniger als im Vorjahr. Auf den Macan entfielen 35.315 Auslieferungen, ein Rückgang von 22 %. Davon waren 19.695 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und 15.620 vollelektrische Modelle.
Deutlich schwächer entwickelten sich Panamera, Taycan und 718. Die Panamera-Auslieferungen gingen um 38 % auf 9.308 Fahrzeuge zurück. Beim Taycan meldete Porsche 6.219 Auslieferungen und damit ein Minus von 25 %.
Die Modelle 718 Boxster und 718 Cayman kamen nur noch auf 2.789 Auslieferungen. Der Rückgang von 73 % hängt vor allem mit dem Produktionsende der bisherigen Verbrennermodelle zusammen.
Absatz bleibt unter Vorjahresniveau
Porsche selbst sieht die Entwicklung nach eigenen Angaben im Rahmen der Erwartungen. Zugleich richtet das Unternehmen seine Modellpalette stärker an der tatsächlichen Nachfrage aus. Weitere Einzelheiten zur langfristigen Strategie sollen im Herbst vorgestellt werden.
Unterm Strich zeigt die Halbjahresbilanz ein gemischtes Bild: Der Gesamtabsatz fällt deutlich, mehrere Baureihen verlieren zweistellig. Der klassische 911 bleibt dagegen gefragt und entwickelt sich zum klaren Lichtblick innerhalb der Modellpalette.








