Verstappen nach Zielsieg disqualifiziert

Max Verstappen kam beim Barbarossapreis zwar als Erster ins Ziel, wurde mit seinem Team später aber disqualifiziert.
Nürburgring. (red) – Der 58. ADAC Barbarossapreis auf dem Nürburgring hat sportlich und technisch für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Das Mercedes-AMG-Team überquerte um Max Verstappen, Daniel Juncadella und Jules Gounon nach vier Stunden zwar als erstes Fahrzeug die Ziellinie, doch der Jubel hielt nicht lange. Bei der technischen Nachkontrolle wurde ein Verstoß gegen das Reifenreglement festgestellt – die Folge war die Disqualifikation.
Damit ging der Gesamtsieg nachträglich an ROWE Racing. Dan Harper und Jordan Pepper wurden im BMW M4 GT3 EVO zum offiziellen Sieger des zweiten NLS-Laufs erklärt.

Schon im Qualifying hatte Verstappen mit der Bestzeit für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Rennen entwickelte sich anschließend ein enger Kampf an der Spitze, in dem auch die BMW-Mannschaft von ROWE Racing eine starke Rolle spielte. Nach dem Wertungsausschluss des Mercedes-AMG-Teams rückte der BMW an die Spitze des Klassements.
Für BMW gab es daneben noch einen weiteren Achtungserfolg: Der BMW M3 Touring 24H absolvierte sein Renndebüt auf der Nordschleife und sorgte schon vor dem Start für viel Aufmerksamkeit. Jens Klingmann und Ugo de Wilde brachten den ungewöhnlichen Renn-Kombi auf Gesamtrang 13 und gewannen damit die SPX-Klasse. Technisch basiert das Fahrzeug auf dem M4 GT3 EVO, fällt aber mit seiner Touring-Karosserie klar aus dem üblichen Raster.
Ebenfalls stark unterwegs war Schubert Motorsport bei der Rückkehr auf die Nordschleife. Der BMW M4 GT3 EVO des Teams kam auf Rang zwölf ins Ziel, direkt vor dem M3 Touring 24H. Das zweite ROWE-Fahrzeug verlor nach einem technischen Problem früh den Anschluss und fiel weit zurück.
So bleibt vom zweiten NLS-Lauf vor allem eines hängen: Max Verstappen lieferte auf der Strecke ab, doch offiziell ging der Sieg an BMW. Dazu zeigte der BMW M3 Touring 24H bei seinem ersten Renneinsatz, dass er nicht nur ein Hingucker für Fans und Fotografen ist, sondern auch sportlich ernst zu nehmen ist.
Der dritte Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie ist für den 11. April angesetzt.






