Hohe Spritpreise: Wo Autofahrer jetzt noch sparen können

Die Preise an den Zapfsäulen bleiben für viele Autofahrer ein Ärgernis.
Wuppertal. (red) – Wie CarPoint24.de bereits berichtete, sind Benzin und Diesel zuletzt spürbar teurer geworden. Umso wichtiger wird die Frage, an welchen Stellen sich der eigene Verbrauch im Alltag tatsächlich noch senken lässt.
Klar ist: Auf Rohölpreise, CO₂-Kosten oder politische Entscheidungen haben Autofahrer keinen direkten Einfluss. Auf den eigenen Verbrauch dagegen schon. Denn wie sparsam ein Auto unterwegs ist, hängt nicht nur vom Motor ab, sondern auch von Fahrweise, Tempo, Reifendruck und dem Streckenprofil.

Tempo kostet überproportional viel
Der größte Einflussfaktor bleibt die Geschwindigkeit. Mit steigendem Tempo wächst auch der Luftwiderstand deutlich. Vor allem auf der Autobahn treibt das den Verbrauch schnell nach oben. Wer etwas ruhiger fährt, kann deshalb oft spürbar sparen.
Fahrstil macht im Alltag viel aus
Auch die Fahrweise spielt eine wichtige Rolle. Wer vorausschauend fährt, früh vom Gas geht und unnötiges Bremsen und Beschleunigen vermeidet, senkt den Verbrauch oft stärker als mit kleinen Einzelmaßnahmen. Frühes Hochschalten und niedrige Drehzahlen helfen zusätzlich.

Kurzstrecken sind besonders ungünstig
Vor allem mit kaltem Motor verbraucht ein Auto deutlich mehr Kraftstoff. Gerade die ersten Kilometer fallen deshalb besonders ins Gewicht. Wer mehrere kurze Wege bündelt oder das Auto auf ganz kurzen Strecken stehen lässt, kann im Alltag unnötigen Mehrverbrauch vermeiden.
Dachträger und Luftwiderstand nicht unterschätzen
Dachträger, Dachboxen oder Fahrräder auf dem Dach verschlechtern die Aerodynamik und treiben den Verbrauch nach oben. Auch ungenutzte Trägersysteme sollten deshalb nach dem Einsatz wieder abgebaut werden. Bei höherem Tempo können selbst geöffnete Fenster den Luftwiderstand erhöhen.
Reifendruck regelmäßig prüfen
Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Rollwiderstand und damit auch den Verbrauch. Ein regelmäßiger Kontrollblick lohnt sich deshalb. Auch rollwiderstandsarme Reifen können auf Dauer helfen, Kraftstoff zu sparen.
Gewicht und Verbraucher im Blick behalten
Unnötige Last im Auto kostet ebenfalls Kraftstoff, vor allem im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren und Bremsen. Hinzu kommen elektrische Verbraucher wie Klimaanlage, Gebläse oder Sitzheizung. Sie sollten sinnvoll genutzt werden, ohne an sicherheitsrelevanter Ausstattung zu sparen.
Wartung hilft gegen schleichenden Mehrverbrauch
Auch der technische Zustand des Fahrzeugs hat Einfluss. Regelmäßige Wartung, saubere Filter und passende Betriebsstoffe helfen dabei, unnötigen Mehrverbrauch zu vermeiden. Ein schlecht gewartetes Auto wird nicht schlagartig teuer, kann aber mit der Zeit ineffizienter laufen.

Preise vergleichen lohnt weiter
Neben dem Verbrauch selbst bleibt auch der Preisvergleich wichtig. Je nach Tankstelle, Region und Tageszeit können die Unterschiede spürbar ausfallen. Wer bewusst tankt und Preise vergleicht, kann zusätzlich sparen.
Unterm Strich
Hohe Spritpreise lassen sich nicht vom Fahrersitz aus lösen. Der eigene Verbrauch aber schon. Die größten Hebel bleiben Tempo, Fahrweise, Kurzstrecken, Luftwiderstand und Reifendruck. Wer dort ansetzt, kann die eigene Tankrechnung zumindest etwas entschärfen.






